Meade - Quelle - Bresser - GSO - Kosmos

  

         

 




Wir hatten beschlossen, "klein" anzufangen, um überhaupt erst mal herauszubekommen, ob das Sternegucken Spaß macht und wir die Energie besitzen, dabeizubleiben.

Ist diese Erkenntnis aber mal gereift, so spürt man mit der Zeit schon, dass diese wunderbare Freizeitbeschäftigung durchaus ein astronomisches Vakuum auf dem Sparkonto entstehen lassen kann.

Hinzufügen muss man, dass wir unser Hobby in einer Zeit begonnen haben, als gerade auch die Entwicklung der Computertechnik  in den Bereich der Amateurastronomie Einzug gehalten hat. Neuerungen gab es fast jedes Jahr.

Man konnte warten oder - eben einfach mal "einsteigen".

So habe sich Im Laufe der Zeit  einige Teleskope angesammelt, die im Grunde genommen nicht die besten (Quelle 114 und Kosmos 60 Nr.2 wurden über Ebay ersteigert) und die für die Astrofotografie nicht unbedingt tauglich sind.

Aber uns reizt nach wie vor, auch mit Instrumenten wie dem Kosmos 60 , dem Bresser Pluto oder dem Quelle-Reflektor 114mm möglichst immer wieder neue Herausforderungen zu bestehen. Gelingen ordentliche Fotos mit diesen Teilen, stellt das ebenso zufrieden.

Voraussetzung für alle fotografischen Experimente ist

eine wirklich standfeste und gute Montierung

Diese Investition ist notwendig, um überhaupt zufrieden stellende Ergebnisse zu erzielen. Kaufhausfernrohr - ein bedingtes Ja, Kaufhausmontierung (nach unseren Erfahrungen) - generell ein deutliches Nein. Es gibt Anbieter einigermaßen guter Einsteigerteleskope im Low-Budget-Bereich. Die Zeitschrift Interstellarum hat  für diesen Bereich ein Sonderheft herausgegeben.Es lohnt allemal, sich vor dem Kauf zu informieren.
Im Bereich der Montierung sollte man investieren, wenn man nicht nur visuell beobachten möchte (zu diesem Zwecke reicht ein Dobson vollkommen).
Wir haben seit einigen Jahren eine EQ 6 mit einer Steuerung von Boxdörfer (Powerflex MTS-3), die wir gebraucht gekauft haben (allerdings kam sie bisher selten zum Einsatz).
Hier haben wir den Low-Budget-Bereich verlassen.






Detailierte Beschreibung und Erfahrungsberichte für Interessierte:

ETX 90 MA

Merkmal:                                     Keine automatische Positionierung oder Nachführung
Vorteil:                                       Reiseteleskop, klein, kompakt, große Brennweite (1250mm) und
                                                   damit gute Schärfeleistung

Nachteil:                                     Für Deepsky-Objekte nur bedingt geeignet
Verbesserungsmöglichkeiten:      
                                                   Montierung (Gabel) wackelig und Drehknopf für
                                                   Schärfeeinstellung zu klein
Einsatzgebiet:                            Urlaub, Planeten, Mond, Naturbeobachtungen


Abbildung (rechts):
Montierung mit Polsucher (eingeschränkte Funktion, Grobeinstellung möglich), Ziel: Entspanntes Beobachten, häufiges Nachführen unerlässlich

 

 
                     
 


Quelle 114 mm

Unser Bastelobjekt.
Ausgetauscht musste hier der Okularauszuge werden, da er nur 1 Zoll Okulare aufnehmen konnte. Mit dem Gerät selbst können aufgrund dem Verhältnis von Brennweite und Öffnung ( 900mm/ 114mm ) durchaus brauchbare Bilder vom Mond gemacht werden.
Die Montierung (EQ2) taugt für einfache visuelle Beobachtungen. Einnorden der EQ2 nicht möglich und damit zum Fotografieren auch selten benutzt.

Einsatzgebiet:       Mond ( die Bilder der MOFI wurden damit gemacht )



Bresser Pluto 114 mm

Mein erstes eigenes Teleskop (Rafael). Ist mit der EQ2 für visuelle Beobachtungen (Einsteiger) recht gut geeignet, allerdings mehr für Übersichtsbeobachtungen (aufgrund der geringen Brennweite von 500mm sind hohe Vergrößerungen nicht möglich ). Dafür aber ist es lichtstärker als das Quelle-Teleskop bei gleicher Öffnung von 114mm ).

Einsatzgebiet: 
Viele Beobachtungsnächte im Freien

Es hat sich als sinnvoll erwiesen, beide o.g. Teleskope mit einem Leuchtpunktsucher ( oder Telradfinder ) nachzurüsten. Die Sucherfernrohr sind nur sehr bedingt geeignet und tragen tatsächlich viel zu dem bekannten Astrofrust bei.

GSO 6 Zoll auf EQ 3

Mit diesem "Teil" wird meist fotografiert. Allerdings ist die EQ3 damit bereits ausgelastet, eine ordenliche Nachführung mit Motoren nur bedingt möglich. Setzt man dazu noch die Canon EOS 300d an das Okular ist die Grenze überschritten. So waren unsere Versuche,  Deepsky-Objekte fotografisch festzuhalten, bisher zum Scheitern verurteilt. Hilft nur die manuelle Nachführung, da fehlt aber zur Zeit die Geduld.

GSO  10 Zoll ( Dobson)

Das gute Teil kommt zum Einsatz, wenn visuelles Beobachten angesagt ist. Starhopping, entspanntes sich Freuen an dem, was der Nachthimmel zu bieten hat.

Ein Dobson hat den Vorteil, dass man das Ding ins Auto packt (nimmt etwas Platz ein, lässt sich aber von einer Person transportieren), hinstellt, eine halbe Stunde wartet und dann beobachtet.

Kein Einnorden, keine Elektronik, nur ein kleiner Hocker ist ratsam, um entspannt zu sitzen.

Nachführen funktioniert, indem man einfach den Tubus am Rande der Öffnung packt und in die richtige Position schiebt. Ist einfach logisch und bequem und funktioniert meist.

Solche Dobsons sind etwas für alle diejenigen Freaks, die ihre Objekte noch selbst suchen und finden wollen. Immer wieder eine spannende Angelegenheit und ein echter Spaßfaktor (bei guten Bedingungen) ! Auch in Zeiten der GOTO-Montierungen und computergesteuerter Nachführung empfehlenswert. Vielleicht gerade auch deswegen.





Weiteres Equipment:

Unerlässlich zum Fotografieren: Ein Adapter für die Nikon 4300 :




Der Adapter war ursprünglich in der Mikroskopie eingesetzt und musste für den Einsatz am Okular gekürzt werden ( man sieht`s).
Der Zweck ist alllerdings erfüllt und es funktioniert.

Fasziniert hat und am Anfang unser Kosmos 60. Wir hatten vorher noch nie durch ein Teleskop geblickt. Logisch, dass dieses Teil nicht verkauft werden würde, obwohl die Funktion nur noch eingeschränkt möglich ist ( Probleme mit dem Okularauszug ). Schließlich hat das gute Teil einen Zwillingsbruder ( EBAY) bekommen und dient nun als unser Meinung relativ "scharf" aussehender Doppelrefraktor. Hier montiert auf die EQ 1 des Pluto S.


 

ETX und Kosmos 60 montiert auf der EQ1
In der Mitte eine Rohrschelle, die zur Befestigung einer Kamera dient.